So motiviert war ich in meinen beiden Studiengängen bislang selten, dass ich mich bald nach der Absprache mit der Dozentin zu meinem Thema für die Hausarbeit in der Allgemeinen 1, “(Trauma-) Gedächtnis und Flashbacks“, auf die Suche nach passender Literatur begeben habe. Hab gemerkt, dass eine Literaturrecherche nicht nur lästig ist, sondern echt auch Spaß machen kann. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich eh manchmal ganz gerne rumgoogle zu irgendwelchen Themen, die mich in dem Moment interessieren. Datenbankabfragen sind ja irgendwie so ähnlich wie googeln. Dann habe ich gestern endlich meinen Bib.-Ausweis an der Uni Köln geholt und erst einmal in der Lehrbuchsammlung rumgestöbert, damit ich die Grundlagen zum Gedächtnis nicht nur aus dem M3-Skript von der Fernuni beziehe, welches eh zu meinem Thema eher mau ist. Fertigkeitserwerbsmodelle nutzen mir bei Traumagedächtnis nicht viel.
Im Kopf steht bereits eine grobe Gliederung. Will ganz grundständig beginnen mit neurobiologischen Grundlagen, hier tobe ich mich u.a. mit meinem vom Biostudium noch heißgeliebten Campbell “Biologie” aus, ein fetter Biowälzer, der mich gut durch’s Grundstudium gebracht hat. Weil das limbische System eine Rolle spielt bei traumatischen Ereignissen, wird darauf ein Schwerpunkt gelegt. In der Lehrbuchsammlung fiel mir dann noch ein interessantes Buch zur “Allgemeinen klinischen Psychologie” in die Hände; dabei handelt es sich nicht um eine Einführung in die Klinische, sondern um allgemeine Psych. im klinischen Kontext.
Im Anschluss an die neurobiologischen Grundlagen einiges zum Gedächtnis, insbesondere zum autobiografischen Gedächtnis sowie Abruf etc., und Erinnern, hier muss ich aufpassen, dass ich nicht zu ausführlich werde, denke ich mal. Danach wollte ich dann mittels DSM, Wittchen & Hoyer und was mir sonst so in die Hände fällt die Posttraumatische Belastungsstörung beschreiben und hier ganz besonders auf Flashbacks eingehen. Und dann folgen die ganzen Modelle, die ich bislang gefunden habe, welche eine Erklärung für Trauma-Gedächtnis und Flashbacks liefern: Furchtstrukturmodell, Kognitives Modell, Dual Representation Theory…
Klingt erst einmal viel, aber mein Ziel ist es, das in max. 25-30 Seiten (inkl. Titelblatt & Lit.-Liste) zu packen, weswegen ich schon selektiv vorgehen muss. Nachdem ich jetzt soweit eigentlich mit Lit.-Recherche durch bin, stellt sich für mich noch die Frage nach der Verwaltung; ich stelle es mir recht mühselig vor, immer wieder nachzuschlagen, wo was steht. Nunja, vielleicht kommt mir diesbezüglich die Erleuchtung noch. Wenn die Gliederung fertig ist und nachher die Hausarbeit, stelle ich das wohl in meinem Blog zur Verfügung, für die Kölner aber auch Fernuni-Studenten; ist ja eine Literatur-Hausarbeit, vielleicht gibt es da ja ein paar Parallelen zur Bachelorarbeit in Hagen. Und weil man da im ganzen Studium außer vielleicht in M11 nichts schreibt, ist das eventuell ganz hilfreich.
Aber jetzt erst einmal Pfingsten und Sonne.
